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Wirtschaftlichkeit

PV-Anlagen sind sichere Rendite-Modelle. Galt früher die Einspeisevergütung als Garant für die Wirtschaftlichkeit, so sind es heute die ständig steigenden Stromkosten. Seit der Strompreis mehr als das Doppelte der Einspeisevergütung beträgt, liegt die Ersparnis bei jeder selbst erzeugten und genutzten kWh über 50 %.


Investition

Photovoltaik-Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Kosten für Solarmodule, Wechselrichter, Elektromaterial, Montage und Abnahme
  • Betriebskosten der Photovoltaikanlage, sprich Wartungs- und Reinigungsarbeiten durch den Fachbetrieb
  • Eventuell anfallende Reparaturkosten, die aber durch Garantieverlängerung und Versicherung abgesichert werden können
  • Versicherungsprämien zur Absicherung der Photovoltaikanlage
  • Zinsleistungen, insofern die Photovoltaikanlage über einen Kredit finanziert wurde

Für die optimale Auslegung und Installation von Photovoltaikanlagen und deren effektive Nutzung mit Hilfe von Energiemanagement haben wir langjährige Erfahrung. Eine Photovoltaikanlage stellt inzwischen sehr komplexe Anforderungen an eine Fachfirma.


Einspeisevergütung

Anstieg der Einspeisevergütung unwahrscheinlich!

Auch für das Jahr 2019 gilt: Anstieg der Einspeisevergütung für die nächsten Monate ist zwar möglich, allerdings aufgrund des immer weiter fortschreitenden Zubaus eher unwahrscheinlich! Maßgebend ist hierfür der gesamte Brutto-Zubau von Photovoltaikanlagen in der Bundesrepublik Deutschland.

Geregelt ist dies im § 49 EEG 2017.

     Einspeisevergütung Cent/kWh
 Anlagentyp    Dachanlagen auf Wohngebäuden* Freifläche**
 Inbetriebnahme bis 10 kWp 10 bis 40 kWp 40 bis 100 kWp bis 100 kWp
 ab 01.01.2019 11,47 11,15 9,96 7,93
 ab 01.02.2019 11,35 11,03 9,47 7,84
 ab 01.03.2019 11,23 10,92 8,99 7,76
 ab 01.04.2019 11,11 10,81 8,50 7,68
 ab 01.05.2019 10,95 10,65 8,38 7,57
 ab 01.06.2019 10,79 10,50 8,25 7,45
 ab 01.07.2019 10,64 10,34 8,13 7,34
 ab 01.08.2019 10,48 10,19 8,01 7,24
 ab 01.09.2019 10,33 10,04 7,89 7,13
 ab 01.10.2019 10,18 9,90 7,78 7,02
ab 01.11.2019 10,08 9,79 7,70 6,95
 ab 01.12.2019  9,97  9,69  7,62  6,88
 ab 01.01.2020 9,87 9,59 7,54 6,80
 ab 01.02.2020        

 * Anlagen auf, an oder in einem Gebäude/Lärmschutzwand, Wohngebäude im Außenbereich oder Nicht-Wohngebäude im Außenbereich nach § 48 (3).
** Anlagen auf, an oder in einem Gebäuden/sonstige bauliche Anlage im Außenbereich oder Freiflächen nach § 48 (1).

Degressionsberechnung nach § 49 EEG 2017 (anzulegender Wert minus 0,4 Cent/kWh nach §53 EEG 2017)

Die Degression für die Monate August 2019, September 2019 und Oktober 2019 beträgt 1,4 Prozent, da der Zubau im Bemessungszeitraum der Degressionsberechnung 1.000 MWp über dem Zubaukorridor von 1.900 MWp liegt.


Eigenverbrauch

Das Einspeisen des mit der PV-Anlage erzeugten Stroms lohnt sich nur mehr für Anlagen ab einer bestimmten Größe. Mehr Vorteile erzielen Photovoltaik-Anlagenbesitzer mit dem Eigenverbrauch von Strom. Das heißt, der durch die PV-Anlage erzeugte Strom wird direkt vor Ort im eigenen Haushalt verbraucht.

Das Einspeisen des erzeugten Stroms bringt dem PV-Anlagen-Betreiber keine bzw. nur sehr geringe Vorteile. Sinnvoller ist es stattdessen, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen bzw. für die spätere Nutzung in einem Energiespeicher zu speichern. Zum Vergleich: Der Zukauf einer kWh Strom kostet rund 25 Cent (netto), die Kosten für die selbst erzeugte kWh Strom liegen bei 11-14 Cent.

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 Amortisation

Grundsätzlich stellt die Individualberechnung der Photovoltaik Amortisation keine große Komplikation dar, da sie einem simplen Schema folgt. Fakt ist allerdings, dass zur Feststellung der Amortisation der eigenen, geplanten PV Anlage die Zahlen und Daten dieses Systems sowie die zu erwartenden Ausgaben und Einnahmen zwingend vorliegen müssen.

Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des eigenen Wohnhauses ist rentabel wie eh und je. Die Einspeisevergütung wurde zwar drastisch gesenkt auf ca. 10 ct je eingespeiste Kilowatt Stunde (kWh), jedoch sind die Strombezugskosten so hoch, dass man bei jeder selbst verbrauchten kWh spart. Der selbst verbrauchte Strom kostet bei einer kleineren Anlage mit Anlagenüberwachung im Moment netto ca. 11 ct je kWh und mit Umsatzsteuer 15 ct je kWh, bezogen auf eine Anlagenlaufzeit von 20 Jahren.

Bei Eigenverbrauchsanlagen unterscheidet man zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad. Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil des Stromverbrauchs bezogen auf die Größe der Anlage. Beim Autarkiegrad handelt es sich um den Anteil des selbst verbrauchten Stroms bezogen auf den Stromgesamtbedarf in einem Haushalt. Je höher der Eigenverbrauchsanteil ist, desto größer ist die Rentabilität. Höchste Rentabilität bedeutet viel Eigenverbrauch und wenig Stromeinspeisung ins Netz. Dies ist jedoch nicht immer sinnvoll. Eine größere Photovoltaikanlage kostet zwar mehr, aber der Autarkiegrad steigt, da auch in lichtschwachen Zeiten mehr Strom produziert wird.

Steigern kann man den Autarkiegrad und den Eigennutzungsgrad durch intelligente Einbindung von Elektrogeräten. Waschmaschine und Geschirrspüler können z.B. mit Hilfe eines Zeitprogramms tagsüber und nacheinander eingeschaltet werden. Auch die Steuerung von Wärmepumpe, Brauchwasserwärmepumpe, Elektroheizung und Elektroboiler kann so gestaltet werden, dass möglichst viel eigener Photovoltaikstrom genutzt wird.

Gut zu wissen: Die Batteriespeicher Technologie ist mittlerweile so ausgereift, dass sie guten gewissens eingebaut werden kann.

Während der Autarkiegrad im Einfamilienhaus bei ca. 30% liegt, kann dieser mit einem Energiespeicher auf 70 – 75% gesteigert werden.

Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage sind inzwischen sehr niedrig, dass sich die Anlage durch die Einsparung bei den Stromkosten innerhalb von 7 bis 10 Jahren (mit Energiespeicher bis 15 Jahre) amortisiert, danach ist der Strom vom Dach fast kostenlos. Was die Lebensdauer von Solaranlagen angeht, geht man heute von 25 Jahren und mehr aus.

 


70%-Regelung, FRE

Mit dem EEG (Erneuerbare Energieen Gesetz) 2012 wurde das Einspeisemanagement eingeführt. Es dient dazu, dass der Netztbetreiber die sich im Netz befindende Energie, wenn sie zuviel ist und das Netz belastet, abregeln dann.

Einspeisemanagement nach § 9 EEG 2014

Für diese Abregelung werden Komponenten zur Photovolaikanlage / Wechselrichter benötigt und ein Funkrundsteuerempfänger, der über den Netzbetreiber bezogen wird.

Für Anlagen bis 30 kW gibt es auch die Möglichkeit, die Wirkleistungseinspeisung auf 70% zu begrenzen. Das bedeutet, dass zur Mittagszeit, wenn die größte Leistung ansteht, die Einspeiseleistung auf 70% begrenzt wird.

Dies geschieht, abhängig von den Komponenten

Statisch: Begrenzung geschieht starr

oder

dynamisch: Hausverbrauch wird berücksichtigt, ebenso wie die Speicherladung, die vorzugsweise prognoseabhängig funktioniert.

Ideal für die 70% Regelung und generell für Eigenverbrauchsanlagen ist eine Ost / West Ausrichtung. Die Anlage erzeugt Energie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und zur Mittagszeit steht im Vergleich zur Südausrichtung weniger Leistung an.

Generell gilt:

  1. Kleine PV Systeme mit weniger als 10 kWp.
  2. Photovoltaikanlagen mit mehr als 10 kWp, jedoch vorzugsweise einer Ausrichtung nach Osten und/oder Westen.
  3. Photovoltaikanlagen mit Energiespeicher

 


Mieten & Vermieten

Das Mietern bzw. Vermieten einer Photovoltaikanlage kommt in Frage, wenn Anlagenbetreiber und Stromnutzer nicht identisch sind. Dann gibt es die Möglichkeit der PV Miete. Der Eigentümer der Anlage verpachtet die Anlage an den Stromnutzer. Der Stromnutzer wird damit Betreiber der Anlage mit allen Rechten und Pflichten. Es wird eine Pacht errechnet, mit der sich die Photovoltaikanlage für den Eigentümer und den Pächter rechnet. Die steuerlichen Pflichten gehen auf den Pächter über.

 

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